Häufig gestellte Fragen [FAQ]

Was ist Trockeneis?

Das nicht nur in der Strahltechnik als Strahlmittel verwendete Trockeneis, wird aus flüssig-kaltem Kohlendioxid (-80°C), chemisch CO2  (flüssig, Reinheit bei >99,9%), ausschließlich industriell gewonnen und ist zum größten Teil ein 'Nebenprodukt' verschiedenster Verfahren und Herstellungsprozesse.

Beispiele:

  • Ammoniaksynthese
  • Alkoholerzeugung
  • Düngemittelproduktion
  • Abscheidung aus industriellen Rauchgasen
  • aber auch als Nebenprodukt in der Mineralwassergewinnung
Wie wird Trockeneis hergestellt?

Bei der Herstellung von Trockeneis wird das in seiner Flüssigphase (-80°C) gelagerte Kohlendioxid über Ventile in einen Zylinder expandiert, wo der dabei entstehende CO2-Schnee von einem Kolben mit sehr hohem Druck zu einer festen Eismasse und dann durch eine Matrize gepresst wird. Die Matrize entscheidet, welche Dimension das Eis annimmt - z.B. 1,5mm, 3mm oder 16mm Durchmesser.

Die so hergestellten Pellets oder Nuggets, werden sofort in einer geeigneten Isolierbox gelagert.

Schadet Trockeneis der Umwelt?
Nein, denn man unterscheidet zwischen CO2, dass z.B. bei Verbrennung entsteht (zusätzlich mit Verbrennungsrückständen belastet) und CO2, welches bei verschiedenen Verfahren als 'Nebenprodukt' anfällt. Das industrielle CO2 ist von hoher Reinheit (>99,9%) und wird heute von vielen Herstellungsprozessen genutzt. Beispiele:
  • Lebensmittel-Verpackung
  • Getränke-Industrie (hier ist der Begriff 'Kohlensäure' gebräuchlich)
  • Trockeneis-Strahlen (als Trockeneis-Pellets)
  • als Trockeneis-Kühlmittel bei:
    • Lebensmittel-Kühlung (z.B. Flug-Catering), Catering allgemein
    • Laboratorien und Spitäler
    • Pharmazie
    • Transporte
    • usw.
Industrielles CO2 wird so zuerst einer sinnvollen Verwendung zugeführt, bevor es ohnedies in die Atmosphäre entlassen wird.
Was bedeutet Sublimation?

Kohlendioxid kommt in der Natur nur in seiner Gas-Phase (Luftanteil bei rund 0,04%) vor. Erst bei Unterschreitung des Sublimationspunktes von -78,5°C, geht CO2 in seine flüssige Phase (Aggregatzustand) über. Praktisch wird dieser Zustand erzeugt, in dem CO2 in speziell isolierten Drucktanks bei >20 bar gelagert wird.

Umgekehrt bedeutet dies, dass Trockeneis unter normalen Raumbedingungen keine flüssige Phase einnimmt (schmelzen), sondern direkt von seiner festen in die Gasform übergeht = Sublimation.

Welches sind die wichtigsten Eigenschaften von Trockeneis?
Vorteile:
  • Chemisch inert - reagiert mit fast keinen chemischen Stoffen
  • Bakteriostatisch - Bakterien werden in ihrem Wachstum gebremst
  • Enthält kein Wasser(eis) - dadurch wird z.B. Pilzen und Fäulnis kein Nährboden geboten
  • Geringe Härte - ca. 2 Mohs (etwa wie Kreide), wodurch sich Trockeneis auch sehr gut als nicht abrasives Strahlmittel eignet
Nachteile:
  • Durch seine Kälte bindet sich sehr leicht Luftfeuchtigkeit als Wassereis an den Oberflächen von Trockeneis (hygroskopisch), weshalb bei Produktion und Lagerung auf geringstmöglichen Luftkontakt zu achten ist. U.a. deshalb produzieren wir Trockeneis für viele Anwender auch direkt in PE-Säcke, als schützende Zwischenschicht zur Isolierbox.
  • Seine an sich positiven Eigenschaften (Kälte, gefrorenes CO2-Gas) machen auch einen sachgerechten Umgang notwendig, um z.B. Kälteverbrennungen oder Unfälle durch Bewusstlosigkeit bei Einatmen zu vermeiden (Bitte beachten Sie unsere Sicherheitshinweise unter Downloads)
  • Begrenzt lagerfähig - Trockeneis kann dauerhaft nur mit hohem Energieaufwand in speziellen Kühlschränken, die tief-kalte Temperaturen von -80°C erzeugen können, über längere Zeiträume aufbewahrt werden. Je nach Transportbehältnis, Lagermenge (Selbstkühlungseffekt) und Umgebungsbedingungen, sublimiert das Trockeneis innerhalb weniger Stunden zu Gas.  Insofern ersuchen wir unsere Kunden, Ihre Bestellungen möglichst zeitnah zur Abholung/Verwendung zu bestellen, damit der natürliche Schwund begrenzt bleibt. Von unserer Seite werden Bestellungen überbefüllt, um zumindest den Transportverlust auszugleichen.